Frisches Wild für das ECKERTS

Wildschwein, Reh, Damwild und Karpfen beziehen wir aus den Hassbergen und aus Lauter.

Jagen braucht Geduld, danach muss es schnell gehen

Matthias Hälterlein ist ein leidenschaftlicher Jäger. Er liebt die Jagd so sehr, dass er sie am liebsten ausschließlich machen würde, nicht nur im Nebenerwerb. Schon seit vielen Jahren ist er unser Lieferant für Wildschwein und Reh aus seiner Jagd, aber auch für Karpfen aus den eigenen Weihern und Damwild aus seinem Gehege in Lauter.

Hälterleins Jagdrevier liegt in den Hassbergen, vor den Toren Bambergs. Da Schwarzwild in der Landwirtschaft große Schäden verursacht, ist eine intensive Bestandskontrolle unerlässlich. Doch die nachtaktiven Tiere halten sich gerne im Wald versteckt und kommen nur im Schutz der Nacht auf das freie Feld.
Hälterlein beobachtet die Futterplätze der Tiere im Wald, zum Teil auch durch intelligente vernetzte Kameratechnik. Tauchen die Tiere auf, erhält er eine Info direkt auf sein Smartphone. Doch schießen tut er die Wildschweine nicht im Wald: Er setzt auf Abschreckung, um die Rotte von den Äckern fernzuhalten, in denen sie auf Nahrungssuche ihr Unheil anrichten. Denn Wildschweine leben im engen Familienverbund und lernen schnell aus Fehlern. Das macht er sich zu nutze, wenn er die Tiere auf frischer Tat erwischt und ein Tier aus der Gruppe auf offener Flur schießt. Er macht damit klar: Hier habt ihr nichts zu suchen – und die Rotte reagiert darauf.

Nach dem Schuss muss es schnell gehen. Ziel ist es, nach spätestens einer halben Stunde mit der erlegten Beute im eigenen Schlachthaus zu sein und mit der fachgerechten Zerlegung beginnen zu können.
Rund acht bis zwanzig Tiere, von der Bache über Frischlinge und Überläufer bis hin zum stattlichen Keiler, bilden einen engen Familienverbund, der seine eigenen Wege geht. Anderen Rotten gehen sie gerne aus dem Weg – außer ein Wolf ist in der Nähe. Dann schließen sich die unterschiedlichen Verbände zur besseren Verteidigung auch einmal zusammen. Denn einem wütenden Keiler möchte niemand begegnen, mehreren schon gar nicht.

Leider begegnen immer wieder Hundehalter diesen imposanten Wesen, wenn sie abends zur Dämmerung im Wald unterwegs sind, oft mit freilaufenden Hunden. Auch wenn Hälterlein keine Wildschweinattacken bekannt sind, warnt er vor allzu leichtherzigem Gassigehen im Wildschweinrevier.

Fleischqualität hervorragend – und auch von Veganern und Veganerinnen geschätzt

Noch immer ist die Radioaktivität bei Wildtieren ein großes Thema. Befreundete Jäger berichten Hälterlein aus Bad Kötzing, Cham oder Landsberg am Lech von Becquerelwerten, mit denen die Strahlenbelastung angegeben wird, von weit über 600. Alles was über diesem Grenzwert liegt, ist für den menschlichen Verzehr nicht geeignet und wird vernichtet.

Die Wälder in den Hassbergen hatten jedoch Glück, als vor 40 Jahren die Nuklearkatastrophe in der Ukraine passierte. Die Wolke brachte die größte Belastung in andere Regionen, der Raum um Bamberg wurde nicht voll getroffen. Hier sind Werte von ca. 30 Becquerel typisch.
Das magere Fleisch vom hiesigen Wildschwein kann also nicht nur bedenkenlos verzehrt werden, sondern überzeugt auch die Menschen, die sich für eine vegane Ernährung entschieden haben. Sie erkennen nicht nur die Notwendigkeit der Bestandskontrolle, sondern schätzen auch seine professionelle Arbeitsweise und machen so eine bewusste genussvolle Ausnahme.

Wir vom ECKERTS Wirtshaus freuen uns, dass wir mit Matthias Hälterlein einen engagierten und zuverlässigen Jäger haben, der uns mit hochwertigen Wild und Fisch beliefert. Auf unserer Speisekarte finden Sie – bei passender Saison und Verfügbarkeit – typische Gerichte wie das panierte Wildschweinschnitzel, zart-rosagebratener Rehrücken, Hirschgulasch oder Karpfenfilet.